Halbhusten - lebenswert, liebenswert!
Halbhusten - lebenswert, liebenswert!

Halbhusten??? - Dass ist aber lustig!

Für jeden Halbhüster ist es immer wieder eine Freude, anderen Menschen mitteilen zu dürfen, wo man wohnt. Die Nennung des Ortsnamens zaubert dem Gegenüber ein Grinsen oder sogar Lachen ins Gesicht und sorgt für eine prächtige Grundstimmung.

 

Dieses Alleinstellungsmerkmal möchte der Vorstand der Interessengemeinschaft aufgreifen. Ideen wurden bereits gesammelt. Auf einer der nächsten Mitgliederversammlungen wird vorgestellt, was weiter unternommen werden soll.

 

Dass der Dorfname gar nichts mit einer schwachen Bronchitis zu tun hat, steht jedoch fest. Folgendes ist zu lesen:

 

„In der ersten urkundlichen Erwähnung von 1470 erscheint der Dorfname in der Form „Halfhusen“1, zu den später auftauchenden Formen gehören „Halbhusten“ (1500)2, „Halffhuisen“ (1557)3, „Halfhausen“ (1591)4 und „Halfhuisten“ (1648). Wie das Bestimmungswort ausweist, hat man sich bei der Namensgebung auf den Umstand bezogen, dass etwas geteilt worden ist – vermutlich ein Haus. Das Grundwort kommt in der frühen Zeit – wie ersichtlich – sowohl mit als auch ohne -t- vor und hat sich erst in den letzten Jahrhunderten zu –husten gefestigt. Denkbar ist aber auch, dass das Dorf nach einer Person namens Halbe benannt worden ist.“5

 

Der Historiker Peter Vitt aus Drolshagen deutet den Ursprung des Ortsnamens "Halbhusten" wie folgt:

 

Im Mittelalter haben die Klöster, auch das Zisterienserinnenkloster in Drolshagen, versucht, mehr und mehr Grundeigentum an sich zu reißen. Die Bauern waren dann gezwungen, Pacht für das Land zu zahlen, das von ihnen bearbeitet wurde. Dadurch wurde den freien Bauern die wirtschaftliche Basis entzogen, und man nannte sie im Gegensatz zu den selbstständigen Bauern nun "Halfbure", also Halbbauern, oder einfach "Halfe". Mit Husten oder Hausen, das oft als Ortsnamensendung einer bestimmten Siedlungsperiode auftaucht, ist eine Ansammlung von Höfen gemeint. Eine mögliche Erklärung für die Namensentstehung von Halbhusten wäre demnach, dass in den Höfen = "Husten" diese Halbbauern = "Halfe" gewohnt haben.
Zusammengesetzt kommt man dann zu "Halfhusten" = "Halbhusten".

 

 

1 Staatsarchiv Münster: Kloster Ewig, Urk. 124

2 Pfarrarchiv Drolshagen: Urk. vom 13. Mai 1500

3 Staatsarchiv Münster: Kloster Drolshagen, Urk. 220

4 Staatsarchiv Münster: Kloster Drolshagen, Urk. 605

5 Quelle des gesamten Textes: „St. Antonius Schützenbruderschaft Iseringhausen 1898 e. V. – Vereins- und Heimatgeschichte zum 100jährigen Jubiläum“

Danke für Ihren Besuch auf unseren Seiten!

Ihr findet uns jetzt auch bei Facebook.

Druckversion Druckversion | Sitemap
©2017 Interessengemeinschaft Halbhusten e.V.